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Gestalten Sie individuelle Diagramme mit Excel und Indesign

Veröffentlicht von Jannis Habbe am 14.07.2016

Jannis Habbe

Simple Tabelleninhalte mit Indesign und Excel zu generieren ist einfach und spart Tage mühevoller Arbeit. Auf kreative Darstellungsformen und komplizierte Layouts muss man aber verzichten – oder doch nicht? Ich zeige euch, wie man noch mehr aus der Freundschaft zwischen Excel und Indesign rausholen kann.

Die Datenzusammenführung

Sei es eine Stapelbearbeitung für hunderte Visitenkarten eines größeren Unternehmens oder individuell gestaltete Tabellen – die Datenzusammenführung in Indesign ist eine enorme Hilfe bei der grafischen Umsetzung großer Datenmengen im Printbereich.

Für alle, die die Datenzusammenführung noch nicht kennen, lest euch zuerst folgende Anleitung durch.

So geht’s

Für unser Beispiel stelle ich die Mitarbeiter einer Firma auf einer Seite dar. Die Liste beinhaltet Vor- und Nachnamen der Mitarbeiter, ein Profilbild sowie einen Bewertungswert zwischen 1 und 4, der in Form von Sternen dargestellt werden soll. Unsere Tabelle sieht zunächst also folgendermaßen aus:

Würden wir die Daten so in Indesign überführen, würden lediglich die Zahlenwerte abgebildet werden. Wie können wir also Sterne in der Anzahl der Werte generieren?

Der Trick ist, dass wir ein bestimmtes Zeichen in Indesign so durch Zeichenmodifikation bearbeiten, dass ein Rechteck entsteht. Am besten eignet sich der normale Bindestrich „-” dazu. Dieses Rechteck wird anschließend von einer negativen Maske überlagert, die aus einem weißen Rechteck und vier ausgesparten Sternformen besteht. 

Um diese Form richtig füllen zu können, müssen wir zunächst den Wert in der Spalte „Sterne“ in Bindestriche umwandeln. Dafür benutzen wir die Excel Funktion WIEDERHOLEN. Diese Funktion trägt zwei Parameter: eine Textvariable und einen Multiplikator. In der gewünschten Zelle wird dadurch ein bestimmter Text in der Menge des Multiplikators wiederholt. In diesem Fall wiederholen wir einen Bindestrich so oft wie in der Sternspalte angegeben.

Wenn wir jetzt die Daten zusammenführen, erhalten wir den Wert nun als Bindestrich. Durch „Vertikal zentrieren“, „Grundlinienversatz“, „Schriftgröße“ und „Laufweite“ können die Bindestriche zu Rechtecken umgewandelt werden.

Jetzt wird die Sternenmaske in weiß davor gesetzt und schon ist die Bewertungsleiste fertig. Wir können zusätzlich noch ein grau gefärbtes Rechteck in den Hintergrund legen, um nicht ausgefüllte Sterne auch darstellen zu können. So können komplexer Daten visuell dargestellt werden, auch wenn es etwas ausgefallener sein soll.

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